Fr 10.07.
20:00
Regie
Jean Eustache
Frankreich / 1973
220 Min.
/ DCP
/ OmdU
mit
Jean-Pierre Léaud, Françoise Lebrun, Bernadette Lafont, Isabelle Weingarten
Originalsprache
Französisch
Kino
Arsenal
zu dem KalenderAlexandre (Jean-Pierre Léaud), ein junger Mann, der sich aus Opposition zur bürgerlichen Gesellschaft fürs Nichtstun entschieden hat, verbringt seine Zeit in Cafés mit Diskussionen und der Lektüre von Proust. Er lebt mit Marie (Bernadette Lafont) zusammen, kann jedoch seine frühere Geliebte Gilberte nicht vergessen. Als er die Krankenschwester Véronika kennenlernt, entwickelt sich eine Ménage-à-trois, die in einen Suizidversuch mündet. Jean Eustaches Hauptwerk gilt zurecht als einer der bedeutendsten französischen Filme der 70er Jahre. Der Film ist sowohl eine Studie über drei Personen, die Mikrogesellschaft Paris-St.-Germain-des-Prés wie die ganze französische Gesellschaft nach dem Trauma des Mai 68. Dass Eustaches bitterer Abgesang auf den Mai 68 trotzdem alterslos erscheint, liegt an der Zeitlosigkeit vieler zur Sprache kommender Themen: der Sehnsucht nach einem anderen Leben, der Suche nach der Liebe, der Rätselhaftigkeit der Gefühle, der Schwierigkeit zu leben (und mit anderen zu leben) und dem Tod. (hjf)
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